Fitness mit Boerney & den Tri Tops

Hamburger Partyband rockt am Samstag im Lalu / Elf Fragen zum elften Auftritt in Hameln Hameln. Abgefahren sind ihre Kostüme, ehrlich ist ihre Musik und ausgelassen ist die Stimmung. Wenn Boerney mit seiner Band das Lalu im Hefehof rockt, begibt er sich mit den Fans auf eine Zeitreise durch mehrere Jahrzehnte Musikgeschichte. Weniger Zeit hatten seine Anhänger, um eine der begehrten Karten zu ergattern: Im Nu war das Konzert ausverkauft. Am Samstag stehen Boerney & die Tri Tops (BTT) – wohl Deutschlands schrillste Partyband – bereits zum elften Mal in Hameln auf der Bühne. Grund genug, um Bandleader Boerney elf Fragen zu stellen. Ihr seid im September mit Helene Fischer auf einem Kreuzfahrtschiff in See gestochen. Wie war es denn mit ihr? Also, wir haben ihr keine Autogramme gegeben. Du bist ja ein waschechter Hamburger Jung. Zu eurem Repertoire gehören neben Schlagern und rockigen Stücken auch Lieder von Hans Albers. Ein Muss oder mehr? Das ist für mich ein Stück Heimat auf der Bühne. Bei einem eurer Konzerte im Lalu löste eine Nebelmaschine die Brandmeldeanlage aus – die Feuerwehr rückte an. Auf was stehst du mehr? Auf ein musikalisches Feuerwerk oder zur Abwechslung auf einen Feuerwehreinsatz? Weil das kein echtes Feuer war, stehe ich natürlich auf das musikalische Feuerwerk. Wie wirst du eigentlich häufiger angesprochen? Boerney oder Bernd? Der Name Boerney hat sich ganz klar durchgesetzt – auch in Hamburger Kneipen. Bernd ist aber auch ganz nett. Wonach greift der Rockmusiker Boerney Backstage zuerst? Zum Bier oder zum Wasser? Natürlich zum Bier. Das ist Benzin für die Muckerseele. Der Auftritt in Hameln ist Teil der Sportbox-Jahresfete. Trifft man BTT auch in einem Fitness-Studio an? Den Part hat Don Roncito für uns übernommen. (Anm.: Gitarrist Ron Matz wurde als Bodybuilder Mr. Universum, Mr. World und 1985/86 Weltmeister. Was schlaucht denn mehr: Ein Fitnesstraining oder drei Stunden BTT-Konzert? Durch den Adrenalinschub merkt man die Anstrengung nicht gleich. Das ist irre. Aber wenn du ins Hotelbett fällst, bist du alle. Es ist euer elfter Auftritt in Hameln. Ihr kennt das Hamelner und das Hamburger (Heim-)Publikum? Wer kommt denn schneller auf Touren? Man kennt uns im Norden. Und Hameln ist genauso norddeutsch wie Hamburg. Und da geht es gleich richtig ab. Die beiden Städte tun sich da nichts. Vom Baywatch-Badeanzug über Lederjacken und Pelzmänteln bis hin zum Maffey-Outfit inklusive einer Filzwarze. Schrille und originelle Kostüme habt ihr reichlich dabei. Welches ist dein Favorit, in dem du am liebsten auftrittst? Was immer richtig knallt, ist Baywatch. Am wohlsten fühle ich mich als Peter Maffay und als Udo Lindenberg. Das kleine Wärzlein ist mir ein richtig guter Freund geworden. Was für eine Überraschung haltet ihr Samstagabend für die Hamelner bereit? Das ist eigentlich kein freudiger Anlass – aber eine Überraschung für alle Joe Cocker-Fans. Wir haben Sammy Cocker eingeladen. Das ist der beste Joe Cocker-Imitator, den ich kenne. Natürlich wird auch Udo Jürgens noch einmal geehrt. Jetzt seid ihr schon seit zehn Jahren in Hameln. Wie lange will BTT überhaupt noch Musik machen? Uns gibt es jetzt 17 Jahre. Das 30-Jährige wollen wir schon noch gerne richtig abfeiern. Interview: Frank Neitz Dewezet 15.01.15