Sphärische Klänge im „Lalu“

Susan Weinert begeistert mit ihrem Trio in der Traumfabrik

Von Wolfhard F. Truchseß Hameln.

Mehr als 2500 Konzerte hat sie schon gemeinsam mit ihrem Ehemann und anderen Musikern gegeben und zählt in der Jazz-Szene zu den angesehensten Gitarristinnen. Jetzt war Susan Weinert mit ihrem „Global Players Trio“ zu Gast in der Hamelner Traumfabrik „Lalu“ und begeisterte das Publikum mit teilweise überirdisch klingenden Eigenkompositionen. Den manchmal sphärisch wirkenden Klang ihrer Musik verdankt die Gruppe dem begnadeten Percussionisten und Handtrommler David Kuckhermann aus Münster, der ein wahrhafter Klangzauberer ist.

Mit seiner großartigen Fingerfertigkeit verleiht er der Musik des Saarländer Autodidaktenpaares Susan und Martin Weinert (Kontrabass) ganz feine Akzentuierungen. Denn die von ihm auf Cajon, Handtrommel, auf einer arabischen Riq, eine Art mit Schellen versehene Kindertrommel, oder auf einer afrikanischen, aus Keramik bestehenden Udu erzeugten klaren Töne stehen in einem faszinierenden und doch harmonischen Kontrast zu den erdigen Klängen von Gitarre und Kontrabass. Das Ergebnis: höchst filigrane Klangteppiche, die so ins „Lalu“ gezaubert wurden. Und natürlich hatten die drei Musiker immer wieder virtuose Soli zu bieten – Martin Weinert auf seinem gezupften oder mit dem Bogen bespielten Kontrabass ebenso wie Ehefrau Susan auf ihrer akustischen Gitarre. „Das ist ein wunderbarer Abend.

Wir genießen das hier sehr“, kommentierte Martin Weinert am Ende des Konzerts. Und traf damit nicht nur die Meinung des „Global Players Trio“, sondern auch die des Publikums. Begeisterter Beifall wurde am Ende mit einer wunderbar meditativen Zugabe belohnt.

Dewezet 27.02.2012