Erfolg bei Job-Suche durch ein individuelles Bewerbungsprofil (18.03.2003/Dewezet)

Erfolg bei der Arbeitsvermittlung: Dr. Thomas Geyer, Bernd Weide, Sabine Brühl (Arbeitsamt) mit Phillipp Schwarze, der vermittelt wurde, Cornelia Narten und Sabine Debus (v.l.) Foto: ks

In der Grone-Schule werden gezielt Stärken und Neigungen der Teilnehmer analysiert und passgenaue Qualifizierungs- und Vermittlungsstrategien erarbeitet. Der Erfolg ist überzeugend: Denn neben den 40 erfolgreichen Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt haben auch mehr als 350 Teilnehmer durch den Bewerber-Check-up ihr Profil für eine ausführliche Bewerbung gefunden. Drei Teilnehmern konnte durch gezielte Hilfe zur Selbständigkeit verholfen werden. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt finden Arbeitssuchende in der Grone-Schule im Hefehof 20 eine umfassende Beratung. „In etwa 14 Tagen können wir erkennen, welche Maßnahme für den zu Betreuenden geeignet ist. Unsere Teilnehmer bekommen wir ausschließlich vom Arbeitsamt und wir kümmern uns auch um soziale Aspekte. Wir können zwar keine Stellen schaffen, aber wir können geeignete Personen auf die richtigen Arbeitsplätze vermitteln“, erläutert Standortleiter Dr. Thomas Geyer. Ein Musterbeispiel für erfolgreiche Arbeit ist der gelernte Gärtner Phillipp Schwarze: „Ich war zehn Monate arbeitslos, ehe ich in die Grone-Schule kam. Dank des Engagements von Diplom-Sozialwirt Bernd Weide, der für Vermittlungscoaching zuständig ist, habe ich eine unbefristete Anstellung bei der Firma Gartenbau-Zech in Lachem gefunden“, sagt Schwarze mit sichtbarem Stolz. „Mangelnde Mobilität, fehlende Kommunikationsmöglichkeiten und die schwierige Arbeitsmarktsituation sind große Vermittlungshindernisse“, erklärt Weide. Sogar das Nichtvorhandensein eines Handys könne ein Problem darstellen, weil der Teilnehmer möglicherweise nicht schnell genug zu erreichen ist. Erfolreiche Bewerbungen seien aber oft von der Form abhängig. „Auch wenn Zeugnisse fehlen, sind wir behilflich“, so Weide. Gut gelaufen seien die Vermittlungen in kaufmännische Berufe, schwieriger sei es im handwerklichen Bereich. „Nicht vermittelbar sind Personen, die alkohol- oder drogenabhängig sind oder Schulden haben. Bei Liquiditätsproblemen arbeiten wir auch mit der Schuldnerberatung zusammen“, fügt Diplom-Kulturpädagogin Sabine Debus, die für die sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmer zuständig ist, hinzu. Auch das Arbeitsamt ist mit den bisherigen Erfolgen der Hamelner Grone-Schule sehr zufrieden. „Die Teilnehmer sind außerordentlich zufrieden und zeigen durchweg positive Reaktionen. Alle Rückmeldungen sind positiv und auch die Zusammenarbeit klappt hervorragend“, bestätigte die Arbeitsvermittlerin Sabine Brühl.