Lesung "Männer"

Thema: „Unterschiede der Geschlechter“ – und diesmal auseinandergenommen: „Männer!“ Foto: han

Wie fast immer, wenn Traute Römisch und Rainer Steinkamp lesen:

Restlos ausverkauftes Haus. Auch diesmal wieder am Mittwoch Abend im LaLu im Hefehof.

Beinahe entschuldigend Traute Römisch, dass man schon im September zum Thema Frauen nicht eben zimperlich mit selbigen umgegangen sei und dass dieses auch am heutigen Abend für die Herren der Schöpfung nicht zu erwarten sei. So entwickelte sich ein äußerst unterhaltsamer Abend, der den wenigen anwesenden Männern einiges an Nehmerqualitäten abverlangte. Nicht, dass die Texte wirklich bösartig waren. Nein, es waren vielmehr diese Kleinigkeiten, die wir Männer alle kennen, und dennoch nicht wirklich gern eingestehen. Wie im Stück von Jonas und Carola, die, im Auto unterwegs, zu Freunden fuhren und nach fünfzig Minuten zum dritten Mal an der selben Tankstelle vorbeikamen. Dabei hätten sie eigentlich nach 20 Minuten das Ziel erreicht haben sollen. Daraus leitet sich die Frage ab, warum Moses Vierzig Jahre durch die Wüste irrte.... na, weil er nicht nach dem Weg fragen wollte.... Traute Römisch wusste ebenfalls zu berichten, dass Männer nach dem Auszug aus der Männer-WG erst durch die Lebensgemeinschaft mit der Frau zu funktionstüchtigen Mitgliedern der sozialen Gemeinschaft werden. Hier lernen sie so erstaunliche Dinge, die sie bisher mit im Aberglauben verwurzelter Hingabe pflegten wie beispielsweise, dass das Herunterklappen des Klodeckels eben kein Unglück bringt und dass die hinteren Regionen im Kühlschrank eben kein geschützter Lebensraum für wiederbelebte Lebensmittel ist. In solchen Passagen hielt Rainer Steinkamp den Männern die Fahne hoch. Er betonte: den Frauen weiht man Lieder, uns jedoch drückt man nieder... Außerdem wies er darauf hin, dass es die Männer seien, die ständig wischen, polieren und Fensterputzen, während die Frauen sich dazu fragen: Wieso macht er bloß so einen Aufstand um dieses Auto.... Im Haushalt sei es denn auch eher andersrum. Die Aufgabenteilung im Haushalt liefe denn auch nach dem Motto er macht den Dreck und sie macht ihn weg. Überhaupt hätten Männer das dickere Fell, was auch erkläre warum Frauen eher und mehr Falten bekommen als die Männer.