Sperber: Neue Heimat im Hefehof

Dr. Jobst-Walter Dietz
„Recherchen zur Geschichte des Bauwerks haben ergeben: 1911 war das Karosserie- und Metallwerk ,Burkart & Günther’ in unserem gründerzeitlichen Technologie-Zentrum ansässig“, berichtet Dietz. Das Karosseriewerk produzierte Autoteile auch für den Sperber. „Der Kreis schließt sich“, sagt der Hefehof-Vorstand, selbst Mitglied im „Förderverein der Fahrzeuggeschichte Hameln“, der Dietz den Sperber als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen will. Seinen Platz soll der Oldtimer, mit erläuternden Tafeln versehen, in der Einkaufspassage finden – vor dem Hefemuseum und direkt neben der historischen Dampfmaschine. Der in der Rattenfängerstadt produzierte Wagen soll Publikums-Magnet bei (Stadt-)Führungen werden, die – als ergänzendes Angebot bei Verkehrsverein beziehungsweise HMT buchbar – nach dem Willen des Unternehmers künftig auch auf das Industriedenkmal ausgedehnt werden sollen. Erste „Versuchsballons“ sind bereits – mit Erfolg – gestartet. Allerdings: „Der Dauerstellplatz in unserer Ausstellung“, betont Dietz, „kann kein Ersatz für ein eigenständiges Hamelner Automuseum sein.“ Reinhard Burkhard, Chef des Fördervereins: „Der Wagen, den wir im Hefehof ausstellen werden, ist der so genannte Frankfurter Sperber, der von dort zurückgeholt wurde.“ Er ist – im Gegensatz zu seinem Zwilling, der Zugpferd auf Werbeausstellungen ist – noch nicht vollständig restauriert.