Ein auf vielfache Art verzaubertes Publikum

Wolfgang Kohlhaußen und "fonte di musica" gaben das 2. Konzert im Hefehof und spielten vier Sätze aus dem von Hausmann betitelten "Paradies". Desweiteren stand Anton Stamitz mit dem Violinkonzert Nr. 8 G-Dur auf dem Programm. Die Komponisten Mendelssohn und Schubert nahmen sich "Salve Regina" zum Thema ihrer Stücke. Das Lied wuirde bis zum 16. Jahrhundert nur a capella in Kirchen gesungen und gehörte bis zu dem Zeitpunkt als fester Bestandteil zur katholischen Liturgie. Als interessante gesangliche Grundlage vertonten die Komponisten "Salve Regina" und die Sopranistin Regine Kohlhaußen begeißterte in Begleitung der Streicher das Publikum.

Zum Ende ihrer Darbietung spielte "fonte di musica" die Sonate für Streicher G-Dur von rossini. Wolfgang Kohlhaußen wies auf die Besonderheiten sowohl der Musik als auch des Komponisten hin. Rossini betätigte sich im musikalischen Bereich nur bis zu seinem 35. Lebensjahr und widmete sich danach mehr den leiblichen Genüssen und schrieb Kochbücher. Selten ist es, dass ein Komponist sich den Solis für Cello und Kontrabass so ausgiebig hingegeben hat, wie es Rossini tat. Im Allegro durften sich die Zuhörer davon überzeugen, wie wunderbar sich ein Cello auch im "Alleingang" anhört und welche Kraft der Kontrabass nicht nur als Begleitinstrument besitzt. Kohlhaußen: "Die Geigen sind immer in der Überzahl, weil die anderen Instrumente mehr Holz haben." Als Appetitanreger gaben die Künstler dem auf vielfache Art verzauberten Publikum noch einmal das Allegro mit auf den Heimweg.

© Dewezet, 30.10.2001