Klein aber fein – „TakeArt“ die Fünfte

Kunstmesse im HefeHof zeigt erstmals Werke afrikanischer Künstler /

Zwei Tage großes Publikumsinteresse Hameln.

„Das findet man woanders nicht, dass man sich direkt von den Künstlern beraten lassen kann“, stellt Barbara Bauer fest. Die Hamelnerin hat sich gerade am Stand von Jutta Endres in die Verbindung von Airbrushtechnik und Acrylmalerei einführen lassen. „Toll, dass man das auch mal selber ausprobieren kann“, schwärmt sie. Jutta Endres ist eine unter einem knappen Dutzend ausgesuchter Künstler, die der Einladung von Hefehof-Verleger Gilbert Giebel zur fünften Auflage der Hamelner Kunstmesse „TakeArt“ gefolgt sind.

„Teilnehmen kann jeder, aber natürlich haben wir einige Qualitätsansprüche“, so Giebel. In diesem Jahr kommen die Aussteller aus Göttingen, Berlin, dem Ruhrgebiet und erstmals auch aus Afrika. „Hinterlassene Spuren“, so heißen die Skulpturen, die der 55-jährige Caleb Munemo aus Zimbabwe in den Gängen des Hefehofs präsentiert. In der afrikanischen „Shona-Art“ werden in Serpentine und anderen Halbedelsteinen gefertigten Skulpturen Mythen aus der Volkskultur der Bantusprachgruppe ausgedrückt. Gilbert Giebel: „Die ,Shona-Kunst’ hat mit Ausstellungen in so renommierten Häusern wie dem New Yorker Museum of Modern Art oder dem Rodin Museum in Paris für Aufsehen gesorgt, und wir sind stolz, sie jetzt auch auf der ,TakeArt’ zeigen zu können.

“ Durch den Verkauf von Shona-Skulpturen unterstützt Caleb Munemo Künstler in seiner Heimat sowie Aids-Projekte in Zimbabwe. Bereits von Anfang an bei der ,TakeArt’ mit dabei ist die aus Köln stammende und in Hessisch Oldendorf lebende Künstlerin Marlis Frintrop. „Bei der ,TakeArt’ schätze ich vor allem die tolle Atmosphäre, die Gilbert Giebel immer wieder in den Hefehof zaubert, und natürlich den direkten Kundenkontakt. Das ist mal etwas ganz anderes als Ausstellungen in Galerien.“

Zwei Tage lang erlebten viele Hundert Besucher die ,TakeArt’-Atmosphäre und genossen neben den Kunstwerken etwa des Projektes „Junge Kunst in Hameln“ der „Kunstbegabtenförderung in der Region Hameln“ auch die Musik des Pianisten Peter Weber, der Hamelner Musikschule und zweier junger Geigerinnen der Vikilu ebenso wie den legendären ,TakeArt’-Flammkuchen und das eine oder andere Glas Rot- oder Weißwein. Unterstützt mit dem Verkauf seiner Skulpturen ein Aids-Projekt in seiner Heimat Zimbabwe: Caleb Munemo.

Von Ernst-August Wolf