Lämmerhirt im "Lalu" Begeisterung für den Gitarren-Guru

Von Monika Redeker
Hameln. Der gebürtige Berliner und seit 1978 in Bodenwerder lebende Werner Lämmerhirt begeisterte drei Stunden lang das Puplikum im Lalu, Hefehof mit seiner Gitarre und seinen selbst komponierten und getexteten Liedern. Er brauchte dreißig Jahre seines Schaffens, bis er sich an eigene Texte wagte, ohne sein musikalisches Terrain zu verlassen.

Der Vollblutmusiker, der sich in den sechziger Jahren von Bob Dylan inspirieren ließ, eine Zeit lang mit Hannes Wader musizierte, hat eine spezielle Fingertechnik der rechten Hand, die mit Fingerpicks gezupft oder geschlagen wird, entwickelt. Mit seinen Liedern, die er zuvor humorvoll kommentierte und über die Entstehung sprach, spiegelten ein Teil seiner Biographie wieder.

"So ein Augenblick, wie dieser" hatte er seiner Frau gewidmet. "Kinder, wie die Zeit vergeht" entstand
nach einem Klassentreffen. Auch seiner verstorbenen Hündin widmete er ein Gitarrenstück- "Ich denke oft an Abygail". Weiterhin spielte der Gitarren-Guru "Spül meinen Ärger jetzt über Bord", "Die Sorgen von morgen werden heute entsorgt", selbst die französische Küche hat er vertont mit dem Titel "Warum eigentlich nicht".

Mit seiner lockeren Bühnenpräsenz und seinen Liedern, die unverkennbar ihren Ursprung in Folk, Rock und Jazz haben, kam er um Zu- gaben nicht herum. "Mit Bildern aus einer anderen Zeit" und einem Lied in Anlehnung von Bob Dylan's "Mr. Tambourine Man" verabschiedete sich der Musiker.

© Dewezet, 05.12.2005