Finale im „Tinguely“-Wettbewerb Schüler tüftelten Technikmaschinen Hameln-Pyrmont (geö)

(Dewezet 03.07.2005)
Die Schulen des Landkreises stellten sich einer besonderen Herausforderung, nahmen sie doch an dem von der Stiftung Niedersachsen Metall initiierten Wettbewerb „Tinguely-Technikmaschine“ teil. Nun wurden die phantasievoll-kreativen Ergebnisse im HefeHof ausgestellt und die beste Technikmaschine mit einem Preis prämiert. Zur Abschlussvernissage in der „Lalu“-Traumfabrik waren mehrere Hundert Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 mit ihren Lehrern erschienen, um „ihre“ Tüftler und Bastler mit lautem Applaus zu unterstützen, derweil Olaf Brandes von der Stiftung Niedersachsen auf der „Lalu“-Bühne die Objekte vorstellte und den 12 teilnehmenden Gruppen einen Werkstattzuschuss über 100 Euro sowie eine Urkunde überreichte.

Wie produziert man aus Metallschrott Kunstwerke? Wie fügt man die Werkstoffe am besten aneinander? Und wie schafft man es, die Technikmaschinen in Bewegung zu setzen? Antworten auf diese Fragen geben jene Objekte, die im HefeHof aufgestellt sind und die in wochen-, teils monatelanger Arbeit Schüler im Technik- und Kunstunterricht hergestellt hatten. Unterstützung erfuhren sie dabei von heimischen Partnerbetrieben und verschiedenen Institutionen.

Ziel war es, Kunst und Technik zu verbinden – so wie es seinerzeit der Wettbewerbs-Namensgeber Jean Tinguely (1925-1991) mit seinen kinetischen Skulpturen getan hatte. Die Maschinen-Skulpturen des Lebenspartners von Niki de Saint Phalle befinden sich heute im Besitz der renommiertesten Kunstsammlungen der Welt. Durchaus von Tinguely inspiriert zeigten sich die insgesamt von 125 Schülern fabrizierten Maschinen-Objekte, die eine ganz eigene Ästhetik auszeichnet. Bereits die Namen zeugen vom Erfindergeist der Schüler. Die Max-Born-Realschule (Bad Pyrmont) hatte einen „Waschomat“ kreiert, die Südstadtschule (Hameln) – ihr wurde der 1. Preis zugesprochen – präsentierte „Calmos: Coole abgefahrene laute Maschine ohne Sinn“, die GHS Herderschule (Bad Pyrmont) beeindruckte mit dem „Pyrmonter Wasserkracher“, die Johann Comenius Schule (Emmerthal) fiel mit „Wildes Rad“ auf und die Pestalozzi Schule (Hameln) wartete mit „Alternative Drehorgel“ auf.

Wie unterschiedlich auch immer die Objekte ausfielen – ihnen allen war gemein, dass sich irgendetwas an ihnen bewegt. HefeHof-Chef Dr. Jobst-Walter Dietz zeigte sich begeistert von den Exponaten und erwarb zwei Objekte für den HefeHof. Die 12 Technikmaschinen sind dort noch bis zum 28. Juli ausgestellt.