Die Turmfalken sind zurück. Vier Jahre waren sie weg. Zwei Pärchen brüten auf dem Hefehof

Der Turmfalke ist so etwas wie ein Pendler zwischen Stadt und Land. Als Kulturfolger brütet er sogar inmitten von Großstädten und ist, was die Brutplatzwahl anbelangt, flexibel: Gebäudenischen und größere Mauerlöcher bilden willkommenen Ersatz für Felsspalten. Auf dem Hefehof scheinen die Voraussetzungen gut zu sein, und tatsächlich lieben Mauersegler laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) vor allem Hochhäuser, Kirchtürme und Fabrikgebäude. Turmfalken nutzen, wo immer möglich, Bauten des Menschen.

Der Turmfalke, ein weniger scheuer Vogel als andere Greife, ernährt sich hauptsächlich von Feldmäusen und in der Stadt auch von Kleinvögeln wie Haussperling oder Amsel. Nistkästen für Turmfalken sind im Handel erhältlich: Sie bestehen aus Holzbeton und werden mit einem kräftigen Bügel auf Haken gehängt, die man in die Wand dübelt. Die Öffnung sollte etwa halb so breit sein wie die Kastenlänge, also um die 27 Zentimeter. Das Dach sollte mindestens 60 cm lang sein, wenn möglich noch länger.