Benefizlauf: Jetzt sind die Hamelner dran

(29.09.04 Hamelner Markt) Hameln (rhs)

Welche Stadt schafft es, ihre Bürger so zu motivieren, dass sie innerhalb von 24 Stunden die meisten Kilometer auf dem Laufband zurücklegen? Um diese Frage zu klären, veranstaltet die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Niedersachsen seit dem 27. September bis zum 2. Oktober erstmals den „run for progress“.„Laufen für die, die nicht laufen können“ heißt der Slogan der sportlichen Benefizveranstaltung, die am morgigen Donnerstag auch in Hameln Station macht. Um 10 Uhr wird der bekannte Ultramarathonläufer Wolfgang Kulow als Erster auf eines der beiden Laufbänder steigen, die die Hamelner „Sportbox“ – sie hat sich bekanntlich total dem Gesundheitssport in allen Bandbreiten verschrieben – spontan für diesen Kampf zwischen sechs niedersächsischen Städten auf der Hochzeitshaus-Terrasse zur Verfügung stellt.
Mitmachen können Vereine, Betriebsgruppen, aber auch Einzelkämpfer aller Alterstufen. Ihre Aufgabe: auf das Laufband zu steigen und für eine gute Sache zu rennen. „20 Minuten sind das Maximum. Wem eher die Puste ausgeht, der kann auch eher wieder aufhören“, so Stadtmanager Andreas Nels, der zusammen mit der Hamelner Marketing und Tourismus GmbH vor Ort als Veranstalter auftritt und dafür sorgen will, dass auch genügend Erfrischung für die Läufer zur Verfügung steht. „Da jeder, bevor er laufen darf, einen Euro berappen muss – er kommt natürlich der DMSG zugute – sind sogar kürzere Zeiten gar nicht schlecht“, so der DSMG-Landesvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Weinrich (Hannover). Er freut sich nicht nur darüber, dass als Gewinner der Veranstaltung schon jetzt die rund 3900 Mitglieder des Landesverbandes feststehen – insgesamt gibt es zwischen Nordsee und Harz 10 000 Multiple Sklerose Erkrankte –, sondern auch Ministerpräsident Christian Wulf die Schirmherrschaft übernommen hat. „Wenn er Zeit hat, wird er auch einmal kurz in einer der sieben Städte, die an der Aktion teilnehmen, vorbeischauen. Dazu zählen neben Hameln auch Lüneburg, Gifhorn, Hannover, Holzminden und Göttingen. Wer also dazu beitragen will, dass die Rattenfängerstadt als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgeht, der komme morgen mit sauberen Turnschuhen und möglichst einem Trainingsanzug oder einem Laufdress zur Hochzeitshaus-Terrasse, um auf eines der Laufbänder zu steigen, die dort unter einem Schutzdach stehen.

Größere Gruppen sollten sich allerdings vorher bei der HMT (Telefon: (0 51 51) 95 78 23, Fax: 95 78 40) zwecks einer genauen Terminabsprache anmelden, da damit zu rechnen ist, dass tagsüber der Andrang groß ist, aber in den Abend- und Nachtstunden dort „Flaute“ herrscht. „Wenn gar nichts mehr los ist, behalten wir uns vor, eher als nach 24 Stunden Schluss zu machen“, so der Stadtmanager. Aber er hofft, dass dieser Fall nicht eintritt. Also liegt es allein an den Hamelnern, ob sie in Scharen herbeiströmen, damit der „run for progress“ ein großer Erfolg wird. Übrigens kann jeder Verwandte und Bekannte gleichfalls Geld spenden, damit es nicht allein bei dem einen Euro Startgebühr bleibt. Auch die Hamelner Geschäftswelt ist aufgerufen, sich durch Spenden einzubringen.Nähere Einzelheiten gibt‘s im Internet unter www.run-for-progress.de .